Die Herstellung individualisierter Produkte in geringen Stückzahlen kombiniert mit kurzen Innovationszyklen stellt die Produktionstechnik vor Herausforderungen. Rekonfigurierbare Fertigungsanlagen mit flexibler Funktionalität und Technologie können Teil der Lösung sein.
Im Rahmen eines durch den InnovationsCampus Mobilität der Zukunft (ICM) geförderten Forschungsprojektes entsteht am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart eine modulare Werkzeugmaschine. Das Hauptziel besteht darin, verschiedene Fertigungstechnologien zu vereinen. Zu diesem Zweck wird ein modularer Ansatz verfolgt, der in Form von austauschbaren Prozessmodulen realisiert ist.
Zu den adressierten Technologien zählen unter anderem der 3D-Druck (Binder Jetting und Fused Deposition Modeling), klassische spanabhebende Verfahren wie das Fräsen sowie die Bearbeitung mittels Laserstrahl, wie Laserscheiden oder Laserscannen. Aufgrund der teils sehr unterschiedlichen Anforderungen (Kräfte, Beschleunigungen, Steifigkeit etc.) der Fertigungsprozesse an die Maschinenkinematik sowie den -aufbau, stellt die Entwicklung einer modularen Werkzeugmaschine, welche alle genannten Anforderungen bestmöglich erfüllt, eine große Herausforderung dar.
Der Vortrag wurde im Rahmen des Trendausblicks am 27. Januar 2026 von Maximilian Nistler, Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW), Universität Stuttgart, vorgestellt. Dieser gibt einen Einblick in die Potenziale modularer Fertigungssysteme sowie die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Steuerungs- und Regelungstechnik und zeigt aktuelle Lösungsvorschläge aus der universitären Forschung.
Weitere Informationen zum Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart finden Sie unter: www.isw.uni-stuttgart.de