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Zirkuläre Innovationen im Leitungssatz

Nachhaltige Komponenten in der Circular Economy

Ein Querschnitt durch Leitungssatzkomponenten mit veröffentlichten Nachhaltigkeitszielen

Im Rahmen des Thementags Nachhaltigkeit am 19. März 2026 beleuchtete Dan Belke des Instituts für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig den Leitungssatz aus Perspektive der Kreislaufwirtschaft als zentrales Handlungsfeld für die Transformation der Automobilindustrie.

Als hochkomplexe Schlüsselkomponente moderner Fahrzeugarchitekturen – mit Längen von bis zu 8 km und einem Gewicht von rund 60 kg – verfügt der Leitungssatz bislang über keine geschlossenen Rückführ- und Recyclingpfade. Vor diesem Hintergrund erfolgt im Arbeitskreis „Grünes Bordnetz“ eine systematische Bewertung entlang der 9R-Methodik. Dabei werden Refuse, Repurpose sowie Reuse/Refurbish/Remanufacture derzeit als nicht praxisrelevant eingeordnet, während der Fokus auf Rethink, Reduce und insbesondere Recycle gelegt wird.

Im Zentrum der „Rethink“-Phase stehen Aspekte wie Materialauswahl, Design for Recycling und die Weiterentwicklung der Architektur. Ergänzend wird die Reduktion von Material- und Energieeinsatz adressiert, während im Bereich Recycling unter anderem automatisierte Demontageansätze – auch auf Gesamtfahrzeugebene – als vielversprechend hervorgehoben werden.

Als zentrale Wirkungskategorien werden Treibhauspotenzial (GWP/PCF), Versauerungspotenzial, Ressourcenverbrauch, Energiebedarf sowie Recycelbarkeit beziehungsweise Circularity identifiziert. Konkrete Innovationsansätze wie biobasierte und massebilanzierte Compounds für Isolationen oder der Einsatz von 100 % recyceltem Kupfer als Leitermaterial zeigen dabei messbares Potenzial in diesen Dimensionen.

Der Beitrag macht deutlich, dass nachhaltige Leitungssatz-Komponenten weit über symbolische Maßnahmen hinausgehen: Sie ermöglichen schrittweise ökologische Verbesserungen, unterstützen den Aufbau geschlossener Stoffkreisläufe und leisten damit einen substanziellen Beitrag zur Transformation der Automobilzulieferindustrie hin zu einer regenerativen Kreislaufwirtschaft.

Weitere Informationen zum ifs der TU Braunschweig finden Sie unter: tu-braunschweig.de/ifs

Präsentation von Dan Belke, Institut für Füge- und Schweißtechnik, TU Braunschweig
Ansprechpartner

Dr.-Ing. Niklas Langmaack
Nachwuchsgruppenleiter TU Braunschweig

niklas.langmaack@open-hybrid-labfactory.de