Das Konsortium verfolgt das Ziel, eine vollständig digitale Prozesskette für die Automatisierung der Leitungssatzfertigung aufzubauen. Ausgangspunkt ist eine standardisierte KBL-Datei im XML-Format, die sämtliche geometrischen und topologischen Informationen des Leitungssatzes enthält. Diese Daten werden automatisiert verarbeitet, in geeignete Datenmodelle überführt und für die robotische Montageplanung aufbereitet.
Auf dieser Grundlage entsteht ein durchgängiger Datenfluss – von der Produktspezifikation bis zur physischen Ausführung am Roboter. Der Ansatz umfasst unter anderem automatisierte Bewegungsplanung, kinematische Berechnungen, Trajektorienoptimierung und Kollisionserkennung im virtuellen Raum. Fertigungsbedingte Toleranzen biegeschlaffer Kabel werden dabei durch moderne Bildverarbeitung berücksichtigt. Die integrierte Roboter-Toolbox berechnet sämtliche Bewegungsabläufe automatisch, sodass variantenspezifische Anpassungen ohne manuelle Neuprogrammierung möglich sind.
Der Beitrag zeigt, wie digitale Produktdaten nicht nur dokumentiert, sondern unmittelbar zur automatisierten Prozessgenerierung genutzt werden können. Dadurch entsteht eine durchgängige Verbindung zwischen Entwicklung, Planung und Fertigung, die Konsistenz, Nachvollziehbarkeit und Automatisierbarkeit deutlich verbessert.
Beteiligt sind das Technologietransferzentrum Kitzingen der THWS, das Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart sowie die Hochschule Ravensburg-Weingarten. Gemeinsam bündeln die Partner ihre Kompetenzen in Robotik, Künstlicher Intelligenz, modellbasierter Entwicklung, Leichtbau und Produktionstechnologie.
Weitere Informationen erfahren Sie unter: www.thws.de | www.ifb.uni-stuttgart.de | www.rwu.de
