Die Robotik Challenge 2026 bringt Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen zusammen, um innovative Robotik- und Automatisierungslösungen für die Leitungssatzfertigung zu entwickeln und unter realitätsnahen Bedingungen zu demonstrieren.
Die entstandenen Demonstratoren adressieren unterschiedliche Herausforderungen der automatisierten Montage – von KI-gestützter Robotik über digitale Engineering-Prozessketten bis hin zu flexiblen Produktionssystemen und innovativen Handhabungskonzepten. Gemeinsam zeigen sie, wie moderne Robotik, Software und Engineering den Weg zu einer wirtschaftlichen Automatisierung der Leitungssatzfertigung ebnen können.
Die Robotik Challenge 2026 würdigt besonders innovative Beiträge mit vier Awards. Ausgezeichnet wurden Demonstratoren, die durch technologische Innovation, wirtschaftliches Potenzial, robuste Prozessgestaltung oder außergewöhnliche Kreativität überzeugten.
| Teilnehmer | Ergebnis |
|---|---|
| Bosch Rexroth | KI-gestützter Ansatz zur automatisierten Generierung von Roboterprogrammen für variantenreiche Leitungssätze. Im Fokus stehen wiederverwendbare Roboter-Skills, intelligente Bildverarbeitung und die Reduzierung des Engineering-Aufwands. |
| EKS InTec | Flexible Produktionszelle für die automatisierte Montage hybrider Leitungssatzmodule. Im Mittelpunkt stehen anpassbare Prozessabläufe und die industrielle Weiterentwicklung moderner Automatisierungskonzepte. |
| Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS), FAU Erlangen-Nürnberg | Durchgängige Prozesskette für hybride Leitungssatzmodule als Weiterentwicklung des Challenge-Beitrags aus 2025. Im Fokus stehen die Verknüpfung mehrerer Automatisierungsschritte und eine seriennahe Prozessperspektive. |
| Mowito Robotics Inc. | Physical AI für die Leitungssatzmontage. Robotersysteme erlernen komplexe Montageaufgaben aus Demonstrationen und führen diese flexibel unter realen Produktionsbedingungen aus. |
| THWS / IFB / RWU / TTZ | Durchgängige digitale Prozesskette von der KBL-Spezifikation bis zur Roboterbewegung. Im Fokus stehen modellbasierte Montageplanung, virtuelle Absicherung und die direkte Überführung von Produktdaten in automatisierte Prozesse. |
| Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb), TU München | Untersuchung der wirtschaftlichen und robusten Automatisierbarkeit der Leitungssatzmontage. Im Mittelpunkt stehen prozesssichere Auslegung, industrielle Belastbarkeit und die Skalierbarkeit automatisierter Fertigungsprozesse. |
| wemonte AG | Drohnenbasierter Manipulationsansatz für die Leitungssatzmontage. Mobile Robotersysteme übernehmen Greif-, Transport- und Positionieraufgaben flexibel und ohne fest installierte Roboterzelle. |
Die Robotik Challenge 2026 wurde durch führende Unternehmen aus dem Bereich Bordnetz-Engineering und Digitalisierung unterstützt. Sie stellten den Teams digitale Leitungssatzmodelle, Engineering-Daten und Softwarelösungen zur Verfügung und schufen damit eine gemeinsame Datenbasis für Simulation, Planung und Entwicklung der Demonstratoren.
Die Beiträge der Digitalisierungspartner werden in Kürze veröffentlicht.
Die Robotik Challenge 2026 zeigt eindrucksvoll, dass die Automatisierung der Leitungssatzfertigung kein einzelnes Technologieproblem ist. Erst das Zusammenspiel aus Robotik, Künstlicher Intelligenz, digitalen Engineering-Daten, Simulation und intelligenten Produktionssystemen ermöglicht wirtschaftliche und skalierbare Lösungen.
Die sieben Demonstratoren sowie die Beiträge der Digitalisierungspartner liefern hierfür unterschiedliche Lösungsansätze und geben einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand von Forschung und industrieller Entwicklung.